Reiseroute und Länder-Infos - unterwegs auf der Weltreise 2018

Unsere Weltreise haben wir im Mai 2017 begonnen und waren 2017 schon 231 Tage unterwegs. Im Jahr 2018 möchten wir noch mehr Interessantes sehen und erleben.

Den Jahreswechsel haben wir im Sultanat Oman verbracht und waren danach in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Für kurze Zeit flogen wir in die Schweiz und haben unsere Verwandten und Bekannten besucht. Auch der Leistenbruch von Tobias wurde erfolgreich operiert. Und ein paar Formalitäten haben wir ebenfalls erledigt. Nachdem in Dubai unser Auto nach dem Kabelbrand repariert war, sind wir mit der Fähre nach Bandar Abbas gefahren und haben anschliessend den Osten des Irans bereist. In nur zwei Tagen passierten wir Turkmenistan im Transit. In Usbekistan haben wir uns auf den Südosten des Landes beschränkt. Inzwischen sind wir schon ein Jahr unterwegs und haben eine erste Bilanz gezogen. In Tajikistan sind wir den ganzen holperigen aber sehr schönen Pamir Highway mit Höhen teilweise über 4300 Meter gefahren.

Unser weiterer ursprünglicher Reiseplan: vor dem sibirischen Winter planten wir in Russland den Baikalsee anzusehen und bis Wladiwostok zu kommen. Anschliessend wollten wir mit der Fähre nach Südkorea fahren und anfangs 2019 in Japan sein.

Unser zwischenzeitlicher Reiseplan: da sich Thailand 2019 wieder für Selbstfahrer öffnen soll, hatten wir unsere Reisepläne kurzfristig geändert. Nach der Mongolei wollten wir durch China reisen und weiter nach Laos. In Südostasien planten wir für längere Zeit zu verweilen.

Aber der Reiseplan änderte sich nochmals: In Kirgistan haben wir uns entschlossen wieder zurück in die Schweiz zu kehren. Der Grund war ein Problem mit Monikas Schulter, an welcher sie schon mal operiert wurde und die Tatsache, dass in dieser Region die medizinische Versorgung nicht gerade optimal oder zuverlässig ist. Kasachstan haben wir auf relativ direktem Weg (3067 km!) durchquert. Nach Aserbaidschan kamen wir wieder nach Georgien und sind danach quer durch die Türkei gefahren. Weiter ging es via Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien Herzegowina, Kroatien, Slowenien und Italien in die Schweiz.

Aktuell sind wir "zuhause" in der Schweiz bzw. auch noch unterwegs in Europa ...und ärgern uns etwas, dass wir zurück in die Schweiz gekehrt sind. Das Gute ist aber, dass es kein schwerwiegendes Problem mit der Schulter von Monika gibt. Es ist keine Operation notwendig. Die Schulter war wohl überlastet und ist es immer noch, bedingt durch das Gerüttel auf schlechten Strassen, wie es der Arzt sofort gesagt hat. Der verknackste Fuss von Tobias ist auch soweit ok, braucht aber noch eine Zeit bis sich alles wieder beruhigt hat. Unser Onkel Benz hat ebenfalls ein paar Termine, Wartung, Ölwechsel und genereller Check. Auch an der Wohnkabine sind ein paar kleine Dinge zu reparieren und überprüfen.

Anfangs 2019 wollen wir wieder auf grosse Fahrt. Vielleicht Mongolei, Baikalsee und weiter nach Südkorea oder via China nach Laos? Aber endgültig bestimmt ist das Reiseziel noch nicht. Das Reisen wird immer komplizierter, da sich die Bedingungen in vielen Ländern laufend ändern, nicht nur die politische Lage (z.B. Ukraine, Russland), sondern auch Einfuhr- und Einreise-Bestimmungen (z.B. Thailand, Japan) wenn man mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist.

Die Tages-Etappen sowie die Koordinaten unserer Übernachtungsplätze lassen sich "downloaden" als Google-Earth kmz-File oder als GPS-Exchange gpx-File.

In einem separaten Kapitel sind auch eine Beschreibung und Fotos der Übernachtungsplätze 2018 zu finden.

Die nachfolgenden Infos über die Länder erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit.
Die Infos waren zum Zeitpunkt aktuell, als wir die einzelnen Länder bereisten.


Reiseroute 2018




Sultanat Oman (24.11.-16.01.2018)

Anmerkung: wegen besserer Übersichtlichkeit sind die Infos und die gesamte Reiseroute vom Oman unter beiden Jahren 2017 und 2018 zu finden.
  • Reisedauer: 54 Tage (unterwegs seit 247 Tagen).
  • Reisestrecke: 5'067 km (Strecke total 22'747 km).
  • Währung: Rial Omani, 1 EUR = 0.45 OMR, 1 CHF = 0.38 OMR (Stand November 2017). Ein Rial wird unterteilt in 1000 Baisa, also ein halber Rial sind 500 Baisa.
  • Geldwechsel: überall hat es Geldautomaten, es gibt aber auch noch Wechselstuben. In den meisten Geschäften kann mit Kreditkarte bezahlt werden.
  • Versicherung: an der Grenze abschliessen (ca. 80 EUR für 90 Tage).
  • Preis Liter Diesel: Ende 2017 0.219 Rial (ca. 0.48 Euro oder 0.57 CHF), kann meist mit Kreditkarte bezahlt werden.
    Anfangs 2018 kostet der Liter Diesel 0.230 Rial, wahrscheinlich weil alle mehr verdienen...
  • Gas LPG: (wir mussten nicht nachtanken im Oman)
  • Preisniveau: eher hoch, insbesondere für die vielen importierten Produkte.
  • Strassenzustand: Teerstrassen sind sehr gut, Pisten eher schlecht.
  • Übernachtung: man darf überall campieren, daher sehr einfach, einen Platz zu finden.
  • Sicherheit: sehr sicher, wir haben uns nie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: ja, wird an der Grenze ausgestellt. Das Visum kann einmal um 30 Tage verlängert werden.
  • Zolldokumente Fahrzeug: kein Carnet de Passage notwendig.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Navigator hat öfters Probleme Routen zu berechnen ("Route nicht gefunden"). Für Stadt-Besichtigungen die App Maps.Me, welche eine besser lesbare Darstellung hat.
  • SIM-Karte: sehr teuer (Ooredoo), 10 GB / 24 Rial / 53 EUR, 6 GB / 16 Rial / 35 EUR.



Vereinigte Arabische Emirate VAE (17.01-09.02. und 12.03.-18.03.2018)
  • Reisedauer: 25 + 7 Tage, unterbrochen durch 30 Tage Heimaturlaub (unterwegs seit 312 Tagen).
  • Reisestrecke: 957 km (Strecke total 23'704 km).
  • Währung: Dirham, 1 EUR = 4.15 AED, 1 CHF = 3.68 AED (Stand Januar 2018).
  • Geldwechsel: überall hat es Geldautomaten, es gibt auch noch Wechselstuben. Die Schweizer Postcard wurde nur an wenigen Geldautomaten akzeptiert, z.B. HSBC oder Dubai Islamic Bank. Fast überall kann mit Kreditkarte bezahlt werden.
  • Versicherung: an der Grenze abschliessen (ca. 190 EUR für 90 Tage). Wir wurden nie kontrolliert, aber man hört, dass eine fehlende Versicherung bei Kontrollen Probleme macht.
  • Preis Liter Diesel: Februar 2018 2.49 Dirham (ca. 0.56 Euro oder 0.66 CHF), kann meist mit Kreditkarte bezahlt werden.
  • Gas LPG: (wir mussten nicht nachtanken)
  • Preisniveau: ziemlich hoch, Produkte aus VAE waren z.T. im Oman günstiger.
  • Strassenzustand: Teerstrassen sind sehr gut, haben aber meist zu viele parallele Spuren...
  • Übernachtung: (noch unterwegs)
  • Übernachtung: innerhalb der grossen Städte ist es schwierig einen Stellplatz zum Übernachten zu finden.
  • Sicherheit: sehr sicher, wir haben uns nie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: keines notwendig für EU und Schweizer Bürger, Ausreisegebühr an Strassengrenzen 35 Dirham.
  • Zolldokumente Fahrzeug: Carnet de Passage notwendig.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Navigator hat öfters Probleme Routen zu berechnen ("Route nicht gefunden"). Für Stadt-Besichtigungen die App Maps.Me, welche eine besser lesbare Darstellung hat.
  • SIM-Karte: sehr teuer (Etisalat), z.B. 6 GB / 315 Dirham / 70 EUR.



Islamische Republik Iran (19.03.-31.03.2018)
  • Reisedauer: 13 Tage (unterwegs seit 321 Tagen).
  • Reisestrecke: 1'808 km (Strecke total 25'512 km).
  • Währung: Rial, 1 EUR = 58'000 IRR (Stand März 2018). Im Vergleich Oktober 2017: 1 EUR = 46'000 IRR. Im Alltag wird in Tuman gerechnet: 1 Tuman = 10 Rial, also eine Null weniger.
  • Geldwechsel: Wechselstuben (EUR, USD, manchmal CHF). In Banken ist es kompliziert und langwierig. Nicht-iranische Kreditkarten werden nicht akzeptiert.
  • Versicherung: wegen Feiertagen waren alle Büros geschlossen, wir sind dann ohne Versicherung weiter gereist.
  • Preis Liter Diesel: 6'000 IRR (ca. 0.10 EUR).
  • Gas LPG: Keine Tankstelle gefunden wo wir unsere Gastankflasche auffüllen konnten (nicht intensiv danach gesucht).
  • Preisniveau: günstig.
  • Strassenzustand: gut, aber schlechter als im Westen des Landes, weniger Autobahn-ähnliche Strassen als im Westen.
  • Übernachtung: relativ einfach, wir haben meist in Städten auf Parkplätzen oder in Wohnquartieren übernachtet.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: wird benötigt und muss mit einer sog. Referenznummer beantragt werden. Das Visum kann verlängert werden.
    Wir haben gehört, dass man das Iran-Visum in Muscat/Oman ohne Referenznummer bekäme (Info nicht bestätigt).
  • Zolldokumente Fahrzeug: Carnet de Passage notwendig.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Navigator hat öfters Probleme Routen zu berechnen ("Route nicht gefunden"). Für Stadt-Besichtigungen die App Maps.Me, welche eine besser lesbare Darstellung hat. Beide Apps zeigen viele Orte nur in Farsi an, was die Orientierung sehr erschwert. Die Route muss deshalb immer mit mehreren Karten überprüft werden. Google Maps Satellit hilft ebenfalls, Streetview gibt es nicht.
  • SIM-Karte: sehr günstig (MTC Irancell), z.B. 3 GB / 150'000 Rial / 2.60 EUR. Zudem meist gutes und schnelles Netz.



Turkmenistan (01.04.-02.04.2018)
  • Reisedauer: 2 Tage (unterwegs seit 323 Tagen).
  • Reisestrecke: 550 km (Strecke total 26'062 km).
  • Währung: Manat (TMT).
  • Geldwechsel: An der Grenze (in nicht-offiziellen Wechselstuben).
  • Versicherung: "all inclusive" bei den Gebühren (Versicherung 50 USD), wird automatisch an der Grenze abgeschlossen.
  • Preis Liter Diesel: 1.35 Manat (ca. 0.10 EUR). Wobei wir bei der Einreise noch eine "compensation for fuel cost" von 48 USD bezahlen mussten. Somit hat uns der Liter Diesel schlussendlich etwa 0.40 EUR gekostet.
  • Gas LPG: keine Tankstelle gesucht/gefunden.
  • Preisniveau: Restaurants günstig, ansonsten können wir keine Angaben machen.
  • Strassenzustand: eher schlecht. Viele Baustellen an welchen nicht gearbeitet wird.
  • Übernachtung: wir haben an Truckstopps mit Restaurant übernachtet.
  • Sicherheit: es ist viel Polizei und Militär sichtbar, bedroht haben wir uns nicht gefühlt.
  • Korruption: An den Grenzen keine. Unterwegs kassierte ein Beamter 10 USD ein für die Benutzung der Brücke, das Zeigen von allen möglichen Quittungen half nichts. Keine Quittung erhalten, die 10 USD hat er gleich in seine Hosentasche gesteckt. Ein anderer Offizieller wollte unterwegs Tee von uns, was wir aber nicht verstanden haben...
  • Visum: wird benötigt, falls das Visum überhaupt bewilligt wird, ist es nur für 3-5 Tage Transit gültig. Das genaue Einreisedatum muss zum Voraus bekannt gegeben werden. Das Visum für das Land vor und nach Turkmenistan muss im Pass vorhanden sein (Iran und Usbekistan). Wir haben aus der Schweiz nach vier Wochen und vielen Telefonaten (Telefonkosten ca. CHF 85) das offizielle Einladungsschreiben bekommen, mit welchem wir an der Grenze problemlos das Visum erhalten haben. Kosten an der Grenze 55 USD pro Person (in der Schweiz wären es 55 Euro gewesen).
  • Zolldokumente Fahrzeug: Carnet de Passage eigentlich nicht notwendig, aber unseres wurde korrekt abgestempelt. Auch alle LKW-Fahrer an der Grenze hatten ein Carnet.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Navigator hat öfters Probleme Routen zu berechnen ("Route nicht gefunden").
  • SIM-Karte: Roaming möglich (wurde zumindest auf dem Smartphone so angezeigt), wir haben keine SIM benötigt.



Usbekistan (03.04.-30.04.2018)
  • Reisedauer: 28 Tage (unterwegs seit 351 Tagen).
  • Reisestrecke: 948 km (Strecke total 27'010 km).
  • Währung: Usbekischer Som (UZS), 1 EUR = 9880 Som (April 2018).
  • Geldwechsel: Auf der Bank in Buchara bessere Kurse als an der Grenze. Seit kurzem wurden Gesetze geändert, so dass usbekische Privatpersonen auch Devisen wechseln dürfen. Seither gibt es den Schwarzmarkt-Geldwechsel eigentlich nicht mehr.
  • Versicherung: an der Grenze abschliessen (70'000 Som für 30 Tage).
  • Preis Liter Diesel: 4700 Som an offizieller Tankstelle, den noch oft beschriebenen Schwarzmarkt scheint es nicht mehr zu geben. Allerdings haben nur sehr wenige Tankstellen Diesel oder Benzin, da praktisch alle Autos mit Gas (Methan, Propan) fahren.
  • Gas LPG: nicht alle Tankstellen haben Anschlüsse für alle Adapter. Bei der zweiten hatten wir Erfolg und konnten unsere Gastankflasche füllen. 14 Liter für 20'000 Som.
  • Preisniveau: günstig, aber auf dem Bazar muss man handeln, da der Preis beim Anblick eines Touristen oft viel zu hoch angesetzt wird. Meist höhere Eintrittspreise für ausländische Besucher, z.B. Einheimischer bezahlt 1'000 Som, Ausländer bezahlt 22'000 Som, also das 22ig-fache.
  • Strassenzustand: sehr schlecht, inklusive der Hauptstrassen, die schlechtesten bisher auf unserer Weltreise. Am zweiten Tag sind z.B. beide Lautsprecherhalterungen abgebrochen. Gute Strassenabschnitte sind sehr kurz und reichen nur aus zum Beschleunigen um dann gleich wieder abzubremsen.
  • Übernachtung: relativ einfach, wir haben in Städten auf Parkplätzen übernachtet, aber auch wild auf dem Land.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: wird benötigt, wir hatten unseres in Dubai besorgt (ca. 58 Euro pro Visum).
  • Zolldokumente Fahrzeug: Carnet de Passage nicht notwendig. Es scheint so, dass die Beamten an der Grenze nicht alle den gleichen Wissensstand haben, da z.B. eine Beamtin unbedingt wollte, dass wir einen Stempel im Carnet haben.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Für Stadt-Besichtigungen die App Maps.Me, welche eine besser lesbare Darstellung hat.
  • SIM-Karte: von Ucell, 4 GB für 25 USD oder 200'000 Som. Die Netzabdeckung ist eher schlecht. Nach kurzer Zeit funktionierte die SIM nicht mehr, es musste Gesprächsguthaben nachgeladen werden, da ohne dies die mobilen Daten (Internet) nicht funktionieren. Am Ende hatten wir noch 2 GB übrig, da das Netz zu oft zu schlecht war oder gar nicht für Internet ausreichte.



Tajikistan (01.05.-31.05.2018)
  • Reisedauer: 31 Tage (unterwegs seit 382 Tagen).
  • Reisestrecke: 1'634 km (Strecke total 28'644 km).
  • Währung: Tajikistan Somoni (TJS), 1 USD = 9 Somoni, 1 EUR = 10 Somoni (Mai 2018).
  • Geldwechsel: Wechselstuben und Banken. Vom Schwarzmarkt-Tausch wird abgeraten.
  • Versicherung: keine.
  • Preis Liter Diesel: relativ teuer, 7.00 Somoni (ca. 0.70 Euro) in Duschanbe, 7.80 Somoni im Pamir. Es gibt scheinbar nur Sommer-Diesel, der Diesel könnte deshalb bei tieferen Temperaturen gelieren.
  • Gas LPG: wir mussten kein Gas nachtanken.
  • Preisniveau: günstig (ausser Diesel/Benzin im Vergleich zu angrenzenden Ländern).
  • Strassenzustand: selten gut, meistens schlecht, die restlichen Strassen ganz miserabel.
  • Übernachtung: relativ einfach, wir haben in Städten auf Parkplätzen übernachtet, aber auch wild auf dem Land und im Gebirge. Am Fluss Panj entlang der afghanischen Grenze sollte man nicht zu nahe am Grenzfluss übernachten, sondern Plätze in Ortschaften oder weit entfernt und Sicht-geschützt vom Ufer suchen. Sonst kann es sein, dass man mitten in der Nacht Besuch vom Militär bekommt, welches einem dann an einen "sicheren" Ort schickt.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: kann via Internet besorgt werden. Die Bestätigung muss man ausdrucken und diese wird an der Grenze abgestempelt. Achtung, es gibt zwei Internetseiten: die richtige für das e-Visa und eine für "normale" Visa welche danach an einer Botschaft abgeholt werden müssen.
  • Zolldokumente Fahrzeug: Carnet de Passage nicht notwendig. Man bekommt ein Permit für 15 Tage, welches im Prinzip verlängert werden muss. Über die Verlängerung gibt es unterschiedliche Erfahrungen: nicht notwendig, wird nicht gemacht, Strafe bezahlen. Road Tax haben wir bei der Einreise 100 USD bezahlt.
    Bei der Ausreise wurde unser abgelaufenes Permit ohne weiteren Kommentar vom Grenzbeamten entgegen genommen.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Für Stadt-Besichtigungen die App Maps.Me, welche eine besser lesbare Darstellung hat.
  • SIM-Karte: bekommt man mit Pass und Visum. In Panjakent hatte man noch eine Hotel-Registrierung verlangt (Personal nicht auf aktuellem Wissensstand). 5 GB von Megafon inklusive 400 Minuten Inlandgespräche für 170 Somoni (17 Euro). Nachladen 5 GB/110 Somoni, 3 GB/74 Somoni. Wegen schlechtem Netz im Pamir konnten wir gar nicht alle GBs aufbrauchen.



Kirgistan (01.06.-23.06.2018)
  • Reisedauer: 23 Tage (unterwegs seit 405 Tagen).
  • Reisestrecke: 1'164 km (Strecke total 29'808 km).
  • Währung: Kirgistan Som (KGS), 1 USD = 70 Som, 1 EUR = 80 Som (Juni 2018).
  • Geldwechsel: Wechselstuben und Banken. Bei Banken oft besserer Kurs als in Wechselstuben. Bei Automaten funktionieren nicht alle Karte und zudem extra-Gebühren.
  • Versicherung: keine.
  • Preis Liter Diesel: ca. 45 Som (ca. 0.56 Euro).
  • Gas LPG: wir mussten kein Gas nachtanken.
  • Preisniveau: günstig.
  • Strassenzustand: manchmal recht gut, oft aber schlecht bis sehr schlecht.
  • Übernachtung: schöne Übernachtungsplätze in der Natur.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: keines notwendig für Schweizer- und EU-Bürger (bis 60 Tage Aufenthalt).
  • Zolldokumente Fahrzeug: keine notwendig. Man bekommt bei der Einreise ein temporäres Einfuhrdokument, welches für ein paar Länder einer Zollunion (inkl. Kasachstan und Russland) gültig ist.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Für Routenplanung auch die App Maps.Me, welche eine besser lesbare Darstellung hat.
  • SIM-Karte: von Beeline, 95 Som (12 Euro) pro Woche inkl. 4 GB (nachts von 1-7 Uhr unlimitiert).



Kasachstan (24.06.-05.07.2018)
  • Reisedauer: 13 Tage (unterwegs seit 418 Tagen).
  • Reisestrecke: 3'067 km (Strecke total 32'875 km).
  • Währung: Kasachstan Tenge (KZT), 1 CHF = 338 Tenge (Juni 2018).
  • Geldwechsel: Wechselstuben und Banken. Zum ersten Mal seit langer Zeit konnten wir auch wieder bei einem Automaten Geld abheben (Schweizer Postcard).
  • Versicherung: ja, an der Grenze, ca. 17'500 Tenge für 15 Tage. Wir konnten mit Kirgistan Som bezahlen.
  • Preis Liter Diesel: ca. 175 Tenge (ca. 0.45 Euro).
  • Gas LPG: wir mussten kein Gas nachtanken.
  • Preisniveau: günstig.
  • Strassenzustand: Meist gut. Aaaaber die etwa 500 km lange Strecke von Aqtobe via Muqir nach Qulsary ist sehr sehr schlecht. Die Strasse besteht meist nur aus tiefsten Löchern und man fährt besser auf den staubigen Seitenwegen.
  • Übernachtung: schöne Übernachtungsplätze in der Natur. Auch in Ortschaften sichere Plätze.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: keines notwendig für Schweizer- und EU-Bürger (30 Tage Aufenthalt). Auch keine Registrierung notwendig für Aufenthalt bis 30 Tage. Da es gemäss offizieller Website ca. 37 verschiedene Visa-Typen gibt, sollten die Bedingungen auf jeden Fall aktuell überprüft werden.
  • Zolldokumente Fahrzeug: keine notwendig. Man bekommt bei der Einreise ein temporäres Einfuhrdokument, welches für ein paar Länder einer Zollunion (inkl. Kirgistan und Russland) gültig ist. Wir hatten dieses Dokument schon in Kirgistan erhalten.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Die App hat ab und zu Probleme Routen zu berechnen ("Route nicht gefunden").
  • SIM-Karte: von Beeline, Starterset inkl. eine Woche mit 2 GB 1500 Tenge (ca. 4 EUR). Die Karte hat aber fast 2 Wochen funktioniert.



Aserbaidschan (08.07.-13.07.2018)
  • Reisedauer: 7 Tage (unterwegs seit 425 Tagen).
  • Reisestrecke: 524 km (Strecke total 33'399 km).
  • Währung: neuer Manat (AZN), 1 EUR = 1.9 Manat, 1 USD = 1.66 Manat (Juli 2018).
  • Geldwechsel: Wechselstuben, Banken und auch Automaten.
  • Versicherung: müsste man wahrscheinlich haben. Wir hatten keine, am Hafen und in Alat hatte es keine Versicherungsbüros. Bei der Ausreise wurden wir nach Insurance gefragt, sind aber nicht darauf eingegangen und es wurde nicht weiter danach gefragt.
  • Preis Liter Diesel: 0.6 Manat (ca. 0.32 Euro)
  • Gas LPG: Tankstellen vorhanden, wir mussten kein Gas nachtanken.
  • Preisniveau: scheint relativ günstig zu sein, ausser in den Nobel-Shops in Baku. Wegen der kurzen Reisezeit können wir keine genauere Aussage machen.
  • Strassenzustand: die Hauptstrassen sind gut.
  • Übernachtung: schöne Übernachtungsplätze in der Natur. Auch in Ortschaften sichere Plätze.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: notwendig für Schweizer- und EU-Bürger (30 Tage Aufenthalt). Keine Registrierung notwendig für Aufenthalt bis max. 10 Tage. E-Visa bei der staatlichen Website für 24 USD pro Person. Achtung! Die kommerzielle Seite evisa.co.az verlangt 55 USD pro Person!
  • Zolldokumente Fahrzeug: keine notwendig, das notwendige Dokument wird am Zoll ausgestellt.
    Bei der Ausreise mussten wir 40 USD Road Tax bezahlen.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator. Die App hat ab und zu Probleme Routen zu berechnen ("Route nicht gefunden").
  • SIM-Karte: von Azercell, 7 GB/30 Tage für 40 Manat (ca. 21 EUR). Da wurden wir beschissen, der Preis ist wahrscheinlich zu hoch und zudem war schon nach 2 GB Schluss mit surfen. In Zukunft checken wir das Guthaben immer gleich beim Kauf...



Georgien (14.07.-23.07.2018)
  • Reisedauer: 10 Tage (unterwegs seit 435 Tagen).
  • Reisestrecke: 499 km (Strecke total 33'898 km).
  • Währung: Lari, 1 EUR = 2.84 GEL, 1 CHF = 2.40 GEL (Stand Juli 2018).
  • Geldwechsel: Wechselstuben oder Geldautomaten. Supermärkte und viele Tankstellen akzeptieren Kreditkarten.
  • Versicherung: ist obligatorisch seit 1. März 2018 (Link) und kann an der Grenze abgeschlossen werden, Bezahlung mit Kreditkarte war möglich. Unser Fahrzeug fiel in die Kategorie "Special Vehicle", 25 Lari für 15 Tage. Für einen PW würde es 30 Lari kosten.
  • Preis Liter Diesel: etwas teurer als letztes Jahr, ca. 2.2 bis 2.4 Lari je nach Ort und Qualtität.
  • Gas LPG: Tankstellen vorhanden, wir mussten kein Gas nachtanken.
  • Preisniveau: günstig, auch viele günstige Restaurants mit gutem Essen.
  • Strassenzustand: relativ gut, zumindest auf der von uns gefahrenen Strecke.
  • Übernachtung: schöne Übernachtungsplätze in der Natur. Auch in Ortschaften sichere Plätze.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: keines für Schweizer und EU-Bürger.
  • Zolldokumente Fahrzeug: keine notwendig.
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator.
  • SIM-Karte: günstig, von Beeline, 3 Lari für die Karte und 10 Lari für 4 GB/30 Tage.



Türkei (24.07.-22.08.2018)
  • Reisedauer: 30 Tage (unterwegs seit 465 Tagen).
  • Reisestrecke: 2'814 km (Strecke total 36'712 km).
  • Währung: türkische Lyra, in der Zeit als wir in der Türkei waren, begann die Währungskrise und die Lira verlor viel an Wert.
    Ende Juli 2018: 1 CHF = 4.75 TRL, 1 EUR 5.55 TRL.
    Ab August 2018: 1 CHF = 6 bis 7 TRL, täglich schwankend.
  • Geldwechsel: Geldautomaten (manchmal mehrere ausprobieren). Supermärkte und Tankstellen akzeptieren Kreditkarten.
  • Versicherung: obligatorisch, grüne europäische Versicherungskarte wird akzeptiert wenn Türkei darauf enthalten ist, ansonsten lokal abschliessen.
  • Preis Liter Diesel: vergleichbar mit den Preisen in Europa und nicht mehr so teuer wie er früher mal war (sogar billiger als in Griechenland).
    Ende Juli 2018 meist etwa 5.75 TRL, in abgelegenen (!) Orten auch ab 5.15 TRL.
    Gegen Ende August 2018 in der Währungskrise etwa 6.30 TRL, selten auch unter 6.00 TRL.
  • Gas LPG: Tankstellen vorhanden, wir mussten kein Gas nachtanken.
  • Preisniveau: nicht sehr günstig (für Türken sogar sehr teuer).
  • Strassenzustand: sehr gut und meist mehrspurig ausgebaut, Nebenstrassen evtl. etwas holperig.
  • Übernachtung: schöne Übernachtungsplätze in der Natur, aber auch in Ortschaften z.B. bei Picnic-Parks.
  • Sicherheit: sicher, wir haben uns nie irgendwie bedroht gefühlt.
  • Korruption: haben wir nicht erlebt.
  • Visum: keines für Schweizer und EU-Bürger.
  • Zolldokumente Fahrzeug: keine notwendig. Das Auto darf 90 Tage im Land bleiben (Stempel im Pass des Fahrers).
  • Navigation: im Fahrzeug die Gratis-Version der App Navigator.
    Öfters wird insbesondere in Städten eine Route berechnet, die eher für Fussgänger geeignet ist als für Fahrzeuge oder gar LKWs.
  • SIM-Karte: relativ günstig, von Vodafone, 70 Lyra für 4 GB/30 Tage. Recht gute Netz-Abdeckung auch in kleineren Ortschaften.



Griechenland - Schweiz (23.08.-22.09.2018)
  • Reisedauer Griechenland-Schweiz: 31 Tage (unterwegs seit 496 Tagen).
  • Reisestrecke Griechenland-Schweiz: 2'815 km (Strecke total 39'489 km).

  • Reisedauer/Strecke: Griechenland 4 Tage / 573 km.
  • Reisedauer/Strecke: Albanien 7 Tage / 357 km.
  • Reisedauer/Strecke: Montenegro 6 Stunden / 111 km.
  • Reisedauer/Strecke: Bosnien und Herzegowina 5 Tage / 199 km.
  • Reisedauer/Strecke: Kroatien 6 Tage / 547 km.
  • Reisedauer/Strecke: Slowenien 2 Stunden / 22 km.
  • Reisedauer/Strecke: Italien 5 Tage / 634 km.
  • Reisedauer/Strecke: Schweiz Endspurt 4 Tage / 372 km.