Kanada - Anreise nach Halifax
17.03.-31.03.2026 - Distanz ca. 1400 km (ohne Flug)
Seengen - Zürich - Montreal - Quebec - Grand Falls - Moncton - Halifax

Wegen dem vielen Gepäck fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen Zürich. Beim Checkin das erste Problem: das eTA Kanada (Electronic Travel Authorization) gilt für 180 Tage Aufenthalt in Kanada. Unser gebuchter Rückflug ist aber später. Somit ist kein Checkin möglich. Das Checkin-Personal gibt aber den Tipp, einen Flug Montreal New York zu buchen. Also buchen wir den Flug mit booking.com. Wir nehmen vorausschauend einen teuren Flug, den man auch stornieren kann. Und schon ist der Checkin möglich. Sina geht in die Transportbox und wird abtransportiert...
 
Der Flug ist ruhig. Wir sind seit 2020 nicht mehr geflogen und sind jetzt überrascht, dass man während dem ganzen Flug Internet-Zugriff hat und sörfen und tschätten kann.
Bei Ankunft in Montreal ist Sina gefühlt das letzte Gepäckstück das ankommt. Sie hechelt zwar, hat aber den Flug wohl gut überstanden. Sie muss noch in der Box bleiben, bis die endlos dauernde Veterinär-Kontrolle abgeschlossen ist. Auch hier haben wir ein Taxi voraus gebucht und mussten eine Hunde-Reinigungsgebühr von 70 CAD zahlen. Das Taxi ist ziemlich schmutzig und hätte auch ohne Sina dringend eine Reinigung nötig.
Endlich kommen wir im Hotel an, machen gleich ein kleine Gassirunde bei eiskalten Temperaturen und heftigem Wind. Dann versuchen wir zu entspannen und zu schlafen...
 
Am nächsten Morgen holen wir uns das Frühstück ins Zimmer, da Sina nicht ins Restaurant darf.

Bei sonnigem aber eiskalten Wetter machen wir einen kleinen Stadtrundgang. Die vielen Hochhäuser sind schon sehr beeindruckend.
 
Überall hat es noch Schnee und Eis. An den Autos hängen Eiszapfen. Unsere Nase ist kalt und die Finger haben wegen der Kälte kein Gefühl mehr...
 
In unserer Umgebung in Montreal entdecken wir schöne Graffitis.
 
Wir holen unseren Mietwagen ab. Wegen der Transportbox von Sina haben wir einen Minivan gemietet, damit die Box und auch alles Gepäck Platz hat. Sehr praktisch ist, dass im Chrysler Pacifica sich die hinteren Sitze einfach flach im Boden versenken lassen und wir mehr als genügend Platz für Koffer und Box haben.

Bei einem Zwischenstopp kaufen wir Futter für Sina, da wir das im Flug nicht mitnehmen konnten. Wir sind erstaunt, wie gross die Schneeberge auf dem Parkplatz noch sind.
 
Unsere erste Etappe führt nach Quebec. Zentral in der Altstadt haben wir ein Dog-friendly Hotel gebucht. Auch hier hat es noch überall Schnee und Eis. Vom Hotelzimmer haben wir Blick auf das Chateau Frontenac, welches heute ein Luxus-Hotel ist.

Sina darf im Hotel sogar in den Frühstücksraum, allerdings nur in einen abgetrennten Raum ohne Fenster. Aber immerhin...
 
Sina liebt es, im Park im Schnee herumzurennen. Aber der viele salzige Schneematsch auf den Strassen der Altstadt...



Tobias kauft deshalb im Tierladen für Sina Schuhe.

Im Hotelzimmer macht Sina erste Gehversuche mit den neuen Schuhen. Aber nach ein paar Schritten hat sie sich daran gewöhnt und stapft tapfer durch den Matsch.
 
 
Die nächste Etappe führt uns nach Grand Falls. Der Wasserfall soll DIE Attraktion sein von ganz New Brunswick. Erfahrungsgemäss ist aber jeder Wasserfall beschrieben als "the most..."

Unsere Unterkunft ist ein typisches Motel, das Zimmer ist klein und das Bett eigentlich nur für eine Person. Vom Restaurant holen wir unser Abendessen, da Sina nicht ins Restaurant darf. Tobias hat einen Burger bestellt, der schwimmt in einer Hackfleisch-Bolognese Sauce. Naja...
 
Beim Morgenessen ist auch nicht alles optimal. Wir holen uns das Essen, ist eigentlich im Preis inbegriffen. Nur den Saft, nach dem sie uns gefragt haben, müssen wir extra bezahlen.
 
Wir verfolgen natürlich auch das Schiff, welches Onkel Benz von Hamburg nach Halifax bringt. Die Streitereien an der Strasse von Hormus zwischen den USA und dem Iran bringen die ganze Schifffahrt durcheinander. Deshalb muss das Schiff vor dem Hafen von Antwerpen mehr als zwei Tage warten, bis es endlich in den Hafen einlaufen kann. Die Weiterfahrt via Liverpool geht ohne Verzögerung, aber es kommt zwei Tage später als geplant in Halifax an.

Wir buchen Hotels um, einen Tag mehr in Moncton und zwei Tage mehr in Halifax in einem günstigeren Hotel als im ursprünglich gebuchten, welches wir stornieren konnten.
 
Auf der Weiterfahrt nach Moncton machen wir in einem kleinen Ort einen Zwischenstopp. Gemäss der Maps App hat es hier einen Parkplatz am Fluss. Im dortigen Park finden wir einen Frisbee, den gleichen den Sina hat, nur in einem viel mehr gebrauchten Zustand.

Sina mag inzwischen ihre Hundebox gar nicht mehr. Es braucht immer etwas Überwindung und Überredung bis sie in der Box drin ist.
 
In Moncton übernachten wir wieder in einem Motel, das aber viel besser ist als das in Grand Falls. Das Hotel liegt in einem Wohnquartier, das auch gut für Gassi-Runden geeignet ist.
 
Bekannt ist in Moncton die Gezeitenwelle, die jeweils den Fluss hochkommt. Die wollen wir natürlich sehen. Bei eisigen Temperaturen und Wind warten wir auf die Welle mit fast erfrorenem Gesicht und Fingern. Schliesslich kommt die Welle doch noch, ist aber viel kleiner als erwartet.

Zum ersten Mal gehen wir zum Subway und holen uns das Abendessen. Wir sind positiv überrascht, wie gut diese selbst zusammengestellten Sandwiches sind. Wie ein Döner mit alles, nur dass es hier ein Sandwich mit alles ist...
 
Die letzte Etappe führt uns nach Halifax. Unterwegs auf dem Cobequid Pass (260 m.ü.M) kommen wir in den tiefsten Winter. Alles ist weiss, schneebedeckt, eisig.
 
In Halifax checken wir ins Hotel ein und Sina ist als erste schon im Zimmer angekommen.

Während wir noch auf Onkel Benz warten, kaufen wir schon mal Lebensmittel für unsere Reise ein.

Praktisch ist, dass hier jedes Hotelzimmer einen Kühlschrank und eine Microwelle hat, so können wir uns selbst versorgen und Sina darf beim Essen auch bei uns sein. Eigentlich darf ja ein Hund in den meisten Hotels nicht alleine im Zimmer sein.
 
Weil das Wetter eher schlecht und eiskalt ist, sind wir nicht so unternehmungslustig.

Fast jeden Tag fahren wir mit Sina zu einem tollen Hundepark. In der Regel sind sehr viele Hunde da und können sich beschnuppern und herumrennen.
 
Einen sonnigen Tag nutzen wir für einen Ausflug nach Peggys Cove. Auf den Fotos ist die Kälte und der böige Wind nicht erkennbar...

Da das Meer in Ufernähe noch vereist ist, können die Fischer ihre Krabben- und Hummer-Fallen noch nicht auslegen.
 
 
Wir machen uns vertraut mit den kanadischen Lebensmitteln. Die Brunswick Sardinen aus der Region lächeln uns an, aber beim genaueren Hinsehen sehen wir, dass diese aus Polen und nicht aus New Brunswick kommen.
 
Endlich ist es soweit, wir können Onkel Benz aus dem Hafen holen. Zuerst zur Spedition und dann mit einem Papier zum Zoll. Alles ist schnell und schmerzlos erledigt. Am Hafen erstmal warten, da die Arbeiter gerade Pause haben. Dann geht das Formelle aber zügig durch.
Nur haben sie die Zündung angelassen und die Batterie ist jetzt total leer. Mit Starthilfe startet der Motor. Tobias erhöht das Standgas mit einer Werkzeugtasche auf dem Gaspedal und lässt Onkel Benz mit laufendem Motor über eine Stunde stehen, während er den Mietwagen in der Stadt abgibt.
 
Wieder einmal geht es in den Hundepark. Sina ist schon fast Stammgast und kennt viele Hunde, wie den Berner Sennenhund Tschortschi, auf dem ersten Foto als Schatten zu erkennen und auf dem zweiten neben Monika.
 
Das Hotel in Halifax ist hundefreundlich, ausser dass Hunde nicht in den Frühstücksraum dürfen.

Nach ein paar Tagen entdecken wir an einer Zimmertüre ein kleines Guckloch für (kleine) Hunde.
 
Das Packen von Onkel Benz ist relativ mühsam, da das Wetter mit der eisigen Kälte gar nicht dazu passt. Tobias demontiert die originalen Kennzeichen und befestigt "Fake"-Kennzeichen zur Sicherheit, damit die Originalen nicht geklaut werden können. Kennzeichen befestigt, Finger mehr oder weniger abgefroren und nicht mehr kontrolliert beweglich.

Kurz noch Diesel, Gas und Wasser tanken und schon sind wir eigentlich startbereit.
 
Aber 1: wegen der Kälte ist beim Wassertank der Frostwächter angesprungen und der Tank ist schon auf 80 % entleert.
Aber 2: die Abwasserpumpe schaltet nach erledigter Arbeit nicht ab. Wir basteln und putzen ohne Erfolg. Schliesslich hilft ein Faustschlag auf die Pumpe und sie tut wieder so wie sie soll.

 
Nun kann es losgehen, wir starten mit Onkel Benz unsere Kanada-Reise.