Alaska (Teil 1)
41 Tage - 07.07.-16.08.2026 - Distanz ca. 2700 km
Teil 1: Jack Wade - Chicken - Tok - Delta Junction - Paxson - Denali Highway - Cantwell - Denali NP - Willow - Wasilla - Anchorage
Teil 2: Anchorage - Sterling - Ninilchick - Homer - Seward - Whittier - Valdez - Tok

Schneller als wir es erwartet haben, sind wir nun schon in den USA, im Bundesstaat Alaska. Gleich nach der Grenze steht am Strassenrand eine Welcome to Alaska Tafel für Selfies.

Eine weitere Tafel weist darauf hin, dass wir uns in einer neuen Zeitzone befinden. Alaska-Zeit, 10 Stunden hinterher gegenüber Mitteleuropa.
 
Nach der Grenze geniessen wir ein paar Kilometer beste Asphalt-Strasse.

Onkel Benz erscheint ganz in Wagenfarbe. Auch die schwarzen Tanks sind nun in passendem Beige zu sehen.
 
Nach ein paar Kilometern bzw. jetzt Meilen geht die Asphalt-Strasse abrupt in eine üble Schotterpiste über. Auch der Name des Highway wechselt, es ist nicht mehr der Top of the World Highway, sondern der Taylor Highway.
Das Navi haben wir umgestellt von Kilometer auf Meilen. Zu Beginn schockiert uns die aktuelle Meereshöhe, denn die wird nun in Fuss angezeigt.

Nach eher erfolglosem Suchen finden wir am Wade Creek doch noch einen Übernachtungsplatz ohne "No Camping" Tafel.
 
Am nächsten Tag fahren wir auf der schrecklichen Piste weiter.

Wir erreichen Chicken, eine ehemalige Goldgräberstadt. Eine Verkehrstafel warnt vor schlechter Strasse. Das ist ein Hohn, denn die Strasse war schon lange davor sehr schlecht...

Schon am Ortseingang sind Schrott, bzw. historische Baumaschinen zu sehen.
 
Im Nieselregen schauen wir uns auf dem historischen Gelände um. Es ist sehr interessant.
 
Die damaligen Goldgräber hatten sicher ein hartes Leben. In der Regel arbeiteten sie für einen Arbeitgeber, mussten viel schuften und ihre Unterkunft teuer bezahlen.
 
 
Bis 1967 baggerte dieses Ungetüm hier noch nach Gold.
 
Kurz nach Chicken ist der Highway geteert. Aber nicht viel besser als die Schotterpiste. Es hat viele Schlaglöcher und grosse Unebenheiten auch ohne wirkliches Loch.

Wir sind uns jetzt sicher, dass wir keine Extrafahrt auf Schotterpisten wie den Dempster Highway fahren wollen.
 
Kurz vor Tok machen wir eine kleine Pause am Tanana River. Hier wurde eine alte Brücke des Alaska Highway durch eine neue ersetzt. Ein Eisenträger der alten Brücke ist ausgestellt.

Auf einer Tafel ist zu lesen, dass der 2240 Kilometer lange Alaska Highway 1941/1942 in nur acht Monaten gebaut wurde. Es war aber sehr harte Arbeit, zum Teil ohne Maschinen, bei extremen Temperaturen und Moskitos.
 
Wir erreichen Tok und holen uns am Geldautomaten ein paar US-Dollar Scheine. Es sind etwas gebraucht aussehende 20er-Scheine, welche in diesem Zustand in Afrika kein Geldwechsler tauschen würde.

Nächste Station ist der Supermarkt, denn wir haben kaum mehr frische Lebensmittel, weil wir diese vor dem Grenzübergang aufgebraucht haben. Wir sind erstaunt, dass die Frau an der Kasse alles schön in Plastiksäcke packt. Das wäre eigentlich nicht notwendig. Positiv ist dabei, dass wir so unseren Einkauf schneller und bequemer von Einkaufswagen in Onkel Benz bekommen.
 
Ein paar Meilen nach Tok finden einen Stellplatz an einem Weiher. Der Alaska Highway ist nur durch ein paar Gebüsche abgetrennt und entsprechend laut ist der Verkehrslärm. Aber unsere Wohnkabine ist gut isoliert, auch gegen Schall.

Kaum sind wir angekommen, beginnt es wieder zu regnen. Auf Organic Maps sehen wir einen Pfad, der halb um den Weiher führt. Leider ist der Pfad überflutet und wir müssen unsere Gassirunde mit ein paar Runden auf dem Schotterplatz fortsetzen.
 
Im Dauerregen fahren wir am nächsten Morgen weiter. Bei der Brücke über den Gerstle River hat es einen grossen Schotterplatz. Dort bleiben wir zwei Tage und sind die ganze Zeit alleine.

Der Fluss hat bei dem andauernden Regen sehr viel Wasser und sieht aus wie Milchkaffee.
 
Dem Fluss entlang führt ein Weg, der fast zugewachsen ist. So wie die Spuren aussehen, wird er nur von Quads und ATVs (All Terrain Vehicle) benutzt. Wir haben vorsichtshalber die Hupe dabei, um Bären fort zu jagen.
 
Im Busch wohnen wohl auch Menschen, denn es hat ein paar Briefkästen. Die Verkehrstafeln sieht mindestens ein Autofahrer vor lauter Wald gar nicht mehr.
 
Schon mehrmals haben wir erlebt, dass es regnet und gleichzeitig die Sonne hinter den Wolken durchschimmert.

Der zweite Tag ist trockener. Das Wasser im Fluss ist schon weniger geworden. Sina hat wohl einen Geruch in der Nase und durchquert vorsichtig abtastend einen Seitenarm des trüben Flusses. Das macht sie sonst nie.

Am Abend um 23 Uhr gibt es einen romantischen Sonnenuntergang. Die Tage sind lang, bis zu 18 Stunden und es wird gar nicht richtig dunkel in der Nacht.
 
Bei Sonnenschein fahren wir weiter nach Delta Junction.

Auf dieser Strecke sind lange Lastwagen mit sehr vielen Achsen unterwegs. Sie sehen unwirklich aus, wie ein Fake-Truck auf Youtube. Tobias macht ein Video um die Achsen zu zählen. Doch das wird nichts, zu schnell huschen die Achsen vorbei mit 100 km/h. Zeitlupe und Videobearbeitung bringt auch nichts, das die Software ein völliges Durcheinander mit den Rädern macht. Erst ein Foto während dem Tankstopp bringt Klarheit: 16 Achsen hat das Teil.
 
Wir füllen unsere Vorräte auf, 63 Gallonen Diesel und ein 3.4 Gallonen Propangas.

An der Tankstelle bekommen wir kein Wasser. Es hat zwar einen Wasserhahn, doch die Zuleitung tief im Boden ist immer noch eingefroren nach dem langen Winter. Auf einem staatlichen Campground können wir Wasser tanken.

Im Supermarkt sehen wir den russischen Einfluss. In den Regalen stehen viele Lebensmittel, die nur mit kyrillischer Schrift beschriftet sind.
 
Russland hat Alaska 1867 für 7.2 Millionen Dollar (entspricht heute ca. 160 Mio Dollar) an die USA verkauft. Der Profit mit den damaligen Siedlern war zu gering, Russland benötigte Geld und Alaska sollte nicht den Briten in die Hände fallen.

Wir fahren weiter in Richtung Paxson. Dort beginnt der Denali Highway, der durch eine sehr schöne Landschaft führen soll.
 
Abseits der Strasse hinter einem Canyon finden wir einen sehr schön gelegenen Platz für die Übernachtung. Da Wochenende ist, sind viele Menschen im Tal, zumindest tagsüber.

Die meisten Einheimischen gehen ihrer Lieblingsbeschäftigung in der Natur nach. Mit Quads, ATVs und Motorrad rasen sie durch die Natur. Zu Fuss treffen wir nur zwei Frauen mit Kindern an.

Wir machen kleinere Wanderungen im Tal, bewundern die bunten Berge und die grüne Vegetation.
 
 
Wir sind wieder auf fast 1000 Metern Höhe. Die Vegetation wird spärlicher und die Wälder bestehen nur noch aus einzelnen Bäumen. Die Landschaft ist atemberaubend schön und abwechslungsreich.
 
Unterwegs sehen wir die Trans-Alaska-Pipeline, die etwas abseits der Strasse verläuft. Sie ist 1287 Kilometer lang und transportiert das Rohöl von der Nordküste zum eisfreien Hafen von Valdez.
 
In Paxson, wo der Denali Highway abzweigt, hoffen wir noch einmal Netz für unsere Handys zu haben. Wir bleiben stehen und können einen Platz für den Denali Nationalpark Bus am nächsten Sonntag reservieren. Es gibt zwar eine Fehlermeldung, aber die Bank-App gibt Rückmeldung, dass der Betrag provisorisch von der Kreditkarte abgebucht ist.
 
Den Ort Paxson gibt es kaum mehr. Alles sieht sehr verlassen aus und Versorgungsmöglichkeiten gibt es keine.

Wir biegen ab auf den Denali Highway. Die anfangs noch geteerte Strasse steigt stetig an. Wir fahren jetzt oberhalb der Baumgrenze mit viel Weitsicht. Das satte Grün der niedrigen Laubbüsche ist mit vielen kleinen Seen und Flüssen durchzogen. In der Ferne sieht man die hohen Berge mit ihren Schneekappen leuchten.

Der Denali Highway heisst so, weil er früher der einzige Weg von Anchorage zum Park war. Von Paxson bis zum Park sind es 260 Kilometer!
 
Entlang der Strasse hat es viele Parkbuchten oder abzweigende Wege mit wilden Stellplätzen für die Nacht.

Wir bleiben auf einem grossen Schotterparkplatz, der abseits der Strasse liegt. Es ist ein sog. "Trailhead", also hier beginnt ein Pfad. Hört sich vielversprechend an...
 
Leider scheint der Pfad nur von Quads benutzt zu sein. Die Gebüsche links und rechts versperren die Aussicht. Nicht sehr schön zum Spazieren.
 
Es hat in der Nacht angefangen zu regnen und regnet auch den ganzen Tag weiter.

Auf einem Parkplatz können wir unseren Abfall entsorgen. Die Abfalleimer sind sehr spärlich gesät entlang dem Highway. Hier wird vor einer Elch-Kuh mit Kalb gewarnt. Das kann gefährlich werden, wenn die Mutter ihr Kind verteidigt...

Nach ein paar Kilometern taucht eine Lodge mit Souvenirshop auf. In der iOverlander App haben wir gesehen, dass es dort freies WLAN gibt. Ein Telefonnetz gibt es am Denali Highway nicht. Wir trinken einen Kaffee, updaten wichtige Apps wie die Bank Apps und surfen etwas herum.
 
Auf der Weiterfahrt kommen wir vom Gebirge in ein tiefer gelegenes Tal. Die Aussicht ist trotz schlechtem Wetter grandios.
 
Sina ist inzwischen zu einer sehr aufmerksamen Mitfahrerin geworden. Ganz spannend wird es, wenn Tiere zu sehen sind. Früher lag sie eigentlich nur auf ihrem Platz in der Mitte des Fahrerhauses.
 
Auf einem fast zugewachsenen alten Parkplatz bleiben wir stehen. Es hat sogar einen Weg zu einem kleinen Bach.



Zwischen den Regentropfen haben wir genügend Zeit um die Vegetation zu bewundern: Blumen, Büsche, Flechten und Moos. Und wieder zeigt sich hier kein grösseres Tier...
 
 
Am Abend erscheint noch ein wunderschöner Regenbogen vor düster grauen Wolken.
 
Leider wird das Wetter nicht besser. Wenn es mal nicht regnet, sind wir schon froh. Die Flüsse haben viel Wasser und die Berge verstecken sich meist hinter Wolken.
 
Bei Meile 90 auf dem Highway finden wir einen unserer schönsten Übernachtungsplätze. Etwas entfernt vom Highway am Rande eines Hügels mit super Aussicht.

Und es hat sogar ein paar Wege für Spaziergänge mit Sina, für die es hier sehr viel zu erschnüffeln gibt.
 
 
Einmal hat Sina im Auto etwas bemerkt. Sie ging aufgeregt und aufmerksam zur Türe und hat gelauscht, hat ab sonst nichts gemacht.

Beim nächsten Spaziergang sehen wir was da los war. Die Fussspuren sind sehr deutlich. Ein Elch ist den Weg von der Strasse her gekommen und ist direkt an unserem Auto vorbei gelaufen.
 
Zwischendurch kommt sogar die Sonne durch und die weite Landschaft erstrahlt in Farben. In der Ferne ist sogar ein grosser Gletscher zu sehen.
 
Wir kommen so langsam ans Ende des Denali Highways. Kurz vor Cantwell ist es kaum mehr möglich, einen wilden Stellplatz zu finden.

Die Gegend ist First Nations Land. Die Ureinwohner verbieten das freie Campieren und auch Parkplätze sind kostenpflichtig.

In Cantwell machen wir eine kurze Pause und sind wieder mal online. Von Monikas gebuchter Bustour im Denali Nationalpark erfahren wir nichts Neues. Wahrscheinlich hat die Buchung nicht geklappt, das Geld ist bei der Kreditkarte immer noch provisorisch abgebucht.
 
Zwischen Cantwell und dem Denali Nationalpark finden wir einen Platz an einem Stück alten Highway direkt am Nenana River. Der Lärm vom viel befahrenen Highway ist gut hörbar. Aber die auf das Dach prasselnden Regentropfen übertönen den Strassenlärm.

Immer wieder sehen wir vertrocknet aussehende Fichtenwälder. Mit Google Lens finden wir heraus, dass im zu warmen Klima der Fichtenborkenkäfer den Bäumen so zusetzt, dass diese absterben.
 
Am nächsten Morgen scheint sogar etwas die Sonne und alles sieht viel freundlicher aus. Die umliegenden ca. 1500 m hohen Berge sind mit Neuschnee bezuckert.



Wir fahren zum Denali Nationalpark. Problemlos finden wir einen Parkplatz beim Visitor Center. Die Parkplätze für Wohnmobile sind immer sehr gross, da finden auch die extrem langen amerikanischen Womos einen Platz. Unser Onkel Benz passt meistens auf einen ganz normalen Parkplatz.
 
Am Visitor Center ist viel los. Es ist interessant, die vielen Besucher zu beobachten. In den Park darf man mit eigenem Auto nur ein paar Kilometer fahren. Wer weiter will, muss eine Bustour buchen, so wie Monika es gemacht hat. Tobias fragt, was denn mit Hund möglich ist. Leider darf ein Hund an der 9 Fuss Leine nur auf den Parkplätzen und den Wegen entlang der Hauptstrasse unterwegs sein.

Wir schauen uns die Ausstellung im Visitor Center an und entscheiden uns, nicht in den Park zu fahren. Monika verzichtet auch auf ihre Bustour in zwei Tagen. Anmerkung: die Bustour Buchung hatte nicht funktioniert und der reservierte Betrag auf der Kreditkarte wurde automatisch storniert.
 
Wir fahren 150 km in Richtung Anchorage. Beim Denali Viewpoint North bleiben wir für die Nacht. Es ist ein grosser Parkplatz abseits vom Highway. Die Übernachtung kostet 20 Dollar und wird am Automaten mit Kreditkarte bezahlt.

Als wir ankommen, sehen wir ein paar Berge, im Hintergrund Wolken. Hinter diesen Wolken muss wohl der Denali sein, der höchste Berg von Nordamerika, immerhin 6190 Meter hoch.
 
Auf einer Infotafel ist zu lesen, dass in dieser Gegend zwei Kontinentalplatten zusammen stossen und lassen so den Denali pro Jahr um ca. 2 cm wachsen.
 
Die Umgebung des Platzes ist üppig grün bewachsen. Trotz der Feuchtigkeit hat es zum Glück kaum Moskitos.
 
Fast zu grün, auf dem für Zelte reservierten Platz sind die Picnic-Tische schon fast überwachsen.

Am nächsten Tag sind alle Berge in den Wolken verschwunden. Wir sehen den Denali nur auf fremden Fotos...
 
Wir fahren weiter im Regen. Ein erster Schlafplatz bei einer Brücke finden wir nicht so toll. Zu nahe an der viel befahrenen Strasse, kleiner Platz, schon einige Angler da und keine Spazier-Möglichkeiten.

Bei Willow entdecken wir die Willow Creek State Recreation Area. Unterwegs kommen wir zufällig bei einem Hundepark vorbei und Sina kann etwas herumschnüffeln.
 
Im Dauerregen bleiben wir eine Nacht. Der Susitna River hat viel braun-graues Wasser.

Bei einem Spaziergang in einer Regenpause werden die Hosenbeine unten patschnass, da das hohe Gras nass und schwer über den Weg hängt und sich an den Hosenbeinen abtrocknet.
 
In Wasilla kaufen wir im Walmart ein, alles wieder schön in Plastiksäcke eingepackt.

Eigentlich wollen wir auf dem Walmart Parkplatz übernachten, so wie viele andere auch. Aber um 18 Uhr sind drei Walmart Mitarbeiter unterwegs, klopfen bei jedem Wohnmobil an und teilen mit, dass das Übernachten hier nicht mehr erlaubt ist. Wahrscheinlich haben einige das Angebot über beansprucht und sind länger als eine Nacht auf dem Platz geblieben.
 
Sina darf noch einen Knochen nagen, Serrano, Dry Aged. Hund gönnt sich ja sonst nichts...

Im Ort fahren wir zum städtischen Campground Lake Lucille Park. Viele Plätze sind noch frei, 20 USD für die Nacht ohne Stromanschluss.
 
Am See steht die staatlich vorgeschriebene Verleih-Station für Schwimmwesten für Kinder.

Kids don't float, Kinder schwimmen nicht.
 
Es ist nass und feucht, auch in der Wohnkabine haben wir 75% Luftfeuchte. Feuerholz gibt es bei diesem Regen wohl keines...

Es hat viele Wege für Spaziergänge und sogar einen eingezäunten Hundepark.
 
Am Tag der Weiterfahrt begrüsst uns die Sonne. Alles ist vom Regen sauber gewaschen und strahlt jetzt in bunten Farben.
 
Kurz vor Anchorage besichtigen wir das Alaska Native Heritage Center. Hier wird anschaulich und interessant die Geschichte und Kultur der Ureinwohner Alaskas präsentiert.

Gleich als wir angekommen, findet eine Gesangs- und Tanzvorstellung statt.

Recht deprimierend ist die umfangreiche Dokumentation über die Unterdrückung der Ureinwohner, erst durch Russland und nach dem Verkauf Alaskas durch die USA.

Um einen Weiher herum sind einige traditionelle Häuser zu besichtigen.
 
 
Da es in Anchorage kaum Übernachtung-Möglichkeiten gibt, fahren wir zum Centennial Campground auf der anderen Seite vom Highway.

Der liegt in einem Wald. Da es regnet, bleiben wir vorerst im Auto. Bei einem Blick durch das Heckfenster sehen wir einen Schwarzbären, der schnell im Gebüsch verschwindet.

Die Gassirunden machen wir nicht auf den Pfaden in Wald, sondern auf dem übersichtlichen Campground, heute mit Hupe UND Bärenspray ausgestattet. Aber wir sind keinem Bären begegnet.
 
In Anchorage besuchen wir das Alaska Aviation Museum. Es liegt zwischen dem Flughafen und der Lake Hood Seaplane Base. Diese Seaplane Base ist einer der grössten Flughäfen für Wasserflugzeuge.

Nachdem die Kassierin sich mit Sina angefreundet hat, darf sogar Sina mit ins Museum.

Im Museum wird die Geschichte der Fliegerei in Alaska ausführlich dargestellt.
 
In diversen Hallen sind historische Flugzeuge, Motoren und andere Teile ausgestellt.
 
Einen grossen Raum nehmen auch Trümmerteile ein, z.T. von Abstürzen und auch aus der Weltkriegszeit.



Hinter dem Museum am See steht der ehemalige Tower, wobei dieser Tower nur etwa 4 Meter hoch ist.
 
Vom Tower aus beobachten wir eine Weile die startenden und landenden Wasserflugzeuge.
 
Beim Outdoor-Laden Bass Pro Shop ist ein Parkplatz, auf welchem man im Wohnmobil eine Nacht bleiben darf. Es ist einer der wenigen Plätze in Anchorage, wo das möglich ist. Entsprechend gut belegt ist dieser Parkplatz.

Im Shop bewundern wir die Riesenauswahl an Outdoor-Artikeln: Bekleidung, Angel- und Jagd-Ausrüstung, Camping-Artikel, Boote etc.

Sehr schön ist die aufwändige Deko. An verschiedenen Stellen ist die ganze Tierwelt Alaskas in Lebensgrösse zu sehen, von der Klapperschlange über die verschiedenen Bären- und Hirsch-Arten fehlt nichts. Ein Wasserflugzeug ist auch mit dabei. In einem grossen Aquarium sind Fische zu bewundern.
 
 
Weiter geht die Reise durch Alaska im zweiten Teil.