Alaska (Teil 2)
41 Tage - 07.07.-16.08.2026 - Distanz ca. 2700 km
Teil 1: Jack Wade - Chicken - Tok - Delta Junction - Paxson - Denali Highway - Cantwell - Denali NP - Willow - Wasilla - Anchorage
Teil 2: Anchorage - Sterling - Ninilchick - Homer - Seward - Whittier - Valdez - Tok

Auf dem Seward Highway verlassen wir Anchorage, die überraschend dörflich wirkende Hauptstadt von Alaska, in Richtung Kenai-Halbinsel. Es hat viel Verkehr und alle (ausser wir) fahren schneller als die zulässige Höchstgeschwindigkeit. So haben wir dauernd eine Kolonne hinter uns. Das ist nicht gerade entspannend...
Beim Bird Creek bleiben wir auf einem kleinen Gratis-Campground, der Werbung macht mit einer One-Million-Dollar Aussicht. Da sind aber inzwischen Bäume gewachsen und nur die Aussichts-Plattform ist noch zu erkennen.
 
Bei unserem Platz wohnt ein Hase, was für Sina ganz spannend ist.

Entlang dem Turnagain Arm, ein Meeresarm, führt eine Bahnlinie, auf der auch Touristen-Züge verkehren. Da es hier keine Übergänge hat, hupen die Züge ausnahmsweise mal nicht.

Wir machen einen kleinen Spaziergang zum Bird Creek und sind überrascht, was dort los ist. Viele Angler stehen in regelmässigen Abständen am Fluss und fischen Fische.
 
Auf der Weiterfahrt besuchen wir das Alaska Wildlife Conservation Center. Das kostet zwar 30 Dollar Eintritt, aber es ist sehr interessant. Sina muss die Tiere vom Fahrerhaus beobachten.
 
Neben vielen Touristen sind die Tiere Alaskas zu sehen: Elche, verschiedene Bären, Caribous, Stachelschweine, Bisons, Moschusochsen, Fuchs, Wolf usw.

Die Tiere haben ein Gebrechen und finden hier Pflege und Unterkunft.
 
 
Ein gut besuchter Souvenirshop und Imbiss-Stand ist auch vorhanden. Da kann man gleich das Rentier oder den Büffel in Wurstform verkosten...
 
Auf der viel befahrenen und hektischen Strasse geht es weiter nach Cooper Landing, wo wir eine kleine Pause an einem türkisblauen See machen. Sogar ein Areal für Hunde hat es, allerdings ist das nur ein Stück dicht bewachsener Wald.
 
Auf dem Campground Morgans Landing bei Sterling bleiben wir drei Nächte. Ein Weg führt hinunter zum Kenai River. Ans Ufer kommt man kaum, da überall Angler am Ufer stehen und einen grossen Fisch nach dem anderen aus dem Fluss ziehen.

Die Angler aus Alaska sowie aus den restlichen USA angeln Fische für den Winter-Vorrat. Der tägliche Fang ist zwar begrenzt, aber bei den grossen Fischen kommt einiges zusammen. In den Orten gibt es Kühlhäuser, wo der Vorrat eingelagert werden kann.
 
Wir haben unseren Platz auf dem Overflow-Gelände, da bei unserer Ankunft kein Platz mehr frei war. Das passt uns gut, denn so sind wir nicht im Wald, sondern im offenen Gelände mit Aussicht und Sonne für die Solarpaneele.
 
Am Wochenende wird auch das Overflow-Gelände überflutet, aber wir stehen am Rand an einem Grünstreifen.

Ab und zu knattert ein Generator, aber es ist erträglich. In den USA und Kanada hat auch das kleinste Wohnmobil oder Wohnwagen einen Generator und eine Klimaanlage.

Obwohl viel Abfall produziert wird, ist es eigentlich überall sauber und aufgeräumt.
 
In Kenai machen wir einen Versorgungs-Zwischenstopp. Im Walmart Supermarkt entdecken wir in einer Kühltruhe eingeschweisste Schweineköpfe.

Und Wäsche waschen in einer Laundry steht wieder mal an. Das geht in der Regel zügig. Eine halbe Stunde waschen und eine halbe Stunde trocknen, falls nicht eine Maschine spinnt und versucht kalt zu trocknen, obwohl heiss eingestellt ist.

Meist gibt es in der Laundry free WiFi und wir können unsere Smartphones updaten. Wir haben zwar ein Schweizer Handy-Abo, wo 10 GB Daten in Europa und Nordamerika inbegriffen sind, doch das ist recht knapp.
 
In Kanada und Alaska hat es sehr viele Hunde. Sie sitzen auf der Ladefläche, schauen zum Dachfenster oder zum offenen Fenster der Rücksitzbank raus und lassen ihre Ohren im Wind flattern.

Beim Motel nebenan ist der Gärtner am Werk. Sein Truck mit einer Auswahl an Pflanzen steht auf dem Parkplatz.
 
Bei Ninilchick übernachten wir in der Deep Creek Recreation Area. Es ist ein grosser Platz direkt am Meer und einem Fluss.

Als wir ankommen, ist es regnerisch. Trotzdem gehen wir mit Sina an den Strand und finden seltsames "Strandgut". Es ist Bull Kelp oder Bullentang der wegen der Feuchtigkeit glänzt. Was wir hier sehen ist der abgestorbene Tang, der keine Blätter mehr hat, sondern nur noch den Stiel und einen Schwimmkörper. Der Tang kann bis zu 30 cm pro Tag wachsen und bildet im Wasser ganze Wälder. Durch die wärmer werdenden Ozeane ist dieser Kelp stark bedroht.
 
Sina geht auf Entdeckungs-tour am Strand. Da hat es viele neue Gerüche...
 
Am nächsten Tag ist es trocken und die Sonne scheint. Der Bullentang ist verblasst, glänzt nicht mehr. Wir geniessen das warme sonnige Wetter.
 
Gleich nebenan werden die Fischerboote mit grossen Traktoren ins Meer gezogen und auch wieder herausgeholt.

Es sind touristische Angeltouren. Je nachdem was man bezahlt, darf man einen oder auch mehrere Fische angeln.
 
An diesem schönen Tag bildet sich eine lange Kolonne von Autos mit Booten vor den Traktoren.
 
Bei super sonnigem Wetter sind sogar die mit Schnee bedeckten Vulkane am anderen Ufer des Cook Inlet zu sehen. Die mächtigsten sind der Mount Redoubt mit 3108 Meter (rechts) und der Mount Iliamna mit 3053 Meter (links).
 
Da Ufer ist breit und weitläufig, sodass Sina sogar frei herumrennen kann. Als sie einen riesengrossen Knochen findet, kommt sie nicht mehr alleine zurück und knurrt uns an als wir ihr den Knochen wegnehmen.
 
Am Abend können wir wunderschöne Sonnenuntergänge bewundern. Aktuell geht die Sonne erst um 22:40 Uhr unter. Im Winter sind die Tage entsprechend sehr kurz und eher düster...

In der Umgebung leben ein paar mächtig prächtige Weisskopfadler.
 
Next Stopp Whiskey Gulch Beach bei Anchor Point. Der Platz ist direkt am Meer und recht belebt. Zum einen Wohnmobile, aber auch sehr viele Einheimische die hier ihre Boote ins Meer lassen.

Zufällig ergibt sich hier ein Treffen von fünf europäischen Lastwagen-Reisemobilen.
 
Wir haben eine super Aussicht aufs Meer und auf der anderen Seite auf das bunte Treiben der Fischer.
 
Für Action und Unterhaltung ist gesorgt. Ab und zu bleibt einer im Kies des Strandes oder gar im Wasser stecken.

Die Fischer zerlegen ihren Fang noch am Strand und lassen die Fisch-Abfälle liegen, was ganz offiziell so empfohlen wird.
 
Es ist so warm, dass sich Sina ein schattiges Plätzchen suchen muss.

Am Abend stoppt ein Quad mit Anhänger bei uns. Im Anhänger sitzt stolz ein Rottweiler.
 
Der Berghang ist üppig grün und blühend bewachsen.
 
Und die Abendstimmung und die Sonnenuntergänge...
 
Weniger erfreulich ist das heftig tropfende Kühlwasser. Das Kühlwasserrohr ist undicht. Bei den schlechten Strassen rieben sich zwei Rohre und das schwächere hat nun ein Leck. Tobias kann es provisorisch reparieren mit einem Stück Gummimatte und einem Kabelbinder. Und es tropft nicht mehr!
 
Wir erreichen Homer. In Homer ist die Strasse zu Ende, es geht auf dem Land nicht mehr weiter.

Passend ist hier der End of the Road Park mit einer Tafel für Selfies.

Fast am Ende der Strasse bleiben wir auf dem Spit Campground mit toller Aussicht auf das Wasser und die Berge. Da übersieht man, dass der Campground eher einem Parkplatz gleicht.
 
Der bekannte (kannten wir vorher auch nicht) Homer Spit ist eine lange schmale Landzunge. Neben der Strasse hat es links und rechts gut belegte Parkplätze und dahinter sehr touristische Souvenirshops und Restaurants.
 
Wir können nicht widerstehen und essen zu zweit eine Portion Fish and Chips. Recht gut und recht teuer...

Später entdecken wir etwas abseits einen Shop, wo man Fisch kaufen kann. Wir ergattern uns zwei Stücke gefrorenen Sockey Lachs. Der ist relativ fettarm im Vergleich zum "normalen" Lachs und man muss beim Zubereiten aufpassen, dass er nicht austrocknet.
 
Sehr interessant finden wir den grossen Hafen in Homer. Hier liegen viele Fischerboote und Yachten. Der Hafen ist so gebaut, dass sich die Stege bei den starken Gezeiten um mehrere Meter anheben bzw. senken können.
 
Beim Rundgang entdecken wir ein paar interessante Tafeln. Einen Hundenapf aus welchem auch Menschen trinken dürfen, eine Infotafel bei einer Hundleinen-Verleihstation und Tafel für die Tsunami-Evacuation Route.
 
 
Immer wieder gibt es etwas zu entdecken: schlafender Hund im gut belüfteten Auto oder ein Haus in Wohnmobil-Form.
 
Auf dem Campground ist an einer Hauswand liebevoll angeordneter Schrott zu bewundern.

Am letzten Tag wird es etwas stürmischer. Es nieselt und windet. Der Regen ist nicht stark, auf der windgeschützten Seite bleibt der Boden trocken.
 
Auf dem Rückweg übernachten wir auf dem Walmart Parkplatz in Kenai.

Nebenan hat es einen kleinen Park und sogar einen eingezäunten Hundepark.
 
Eigentlich wollten wir beim Russian River auf den Campground, aber der ist voll und hat eine lange Warteliste. Es ist Fisch-Saison und die Angler stehen in Reih und Glied am Ufer der Russian Rivers, der hier in den Kenai River mündet.

Wir bleiben deshalb nur eine Nacht auf dem Overflow Parkplatz.
 
Kurz vor Seward schauen wir uns in einem Seitental den Exit Glacier von Weitem an.

Auch dieser Gletscher hat sich stark zurückgezogen. An der Zufahrtsstrasse stehen immer wieder Jahrestafeln, wo man sehen kann, wann der Gletscher noch da war.
 
Am Ufer des Resurrection River bei Seward finden wir einen der schönsten Stellplätze dieser Reise. Von der Strasse führt ein unscheinbarer Weg durch den Wald zu einem riesengrossen steinigen Flussbett. Rings herum sind imposante Berge zu sehen. Am Flussufer hat es viel weiches grüngelbes Moos.
 
Wir sind fast alleine hier, es sind kaum Nachbarn zu sehen.

Am Wochenende ist viel mehr los, aber jeder hat noch sein eigenes Plätzchen mit ausreichend Abstand zum Nachbarn.
 
 
Ein findiger Mensch hatte eine zündende Idee und hat hier mehrere fahrbare Saunas (oder Saunen?) hingestellt. Die werden auch benutzt, am Abend steigt aus allen ein Räuchlein auf.
 
Am Morgen vor der Weiterfahrt zieht vom Meer her Nebel ins Tal.

Weil es in diesem schönen Tal kein Handynetz hat und wir wieder mal mit den zuhause Gebliebenen videochatten wollen, fahren wir nach Seward.
 
In Seward bleiben wir auf dem Resurrection South Campground direkt am Meer. Obwohl der Platz Parkplatz-ähnlich dicht belegt ist, haben wir eine schöne Sicht auf das Meer und die Berge.
 
Am Nachmittag schauen wir uns den Ort an.

Viel ist nicht los. Es hat auch hier eigentlich nur Souvenirshops, Restaurants und Bars. Erstaunlicherweise sind nachmittags die Bars recht gut besucht.
 
Monika kauft ein paar Teigausstecher in Form von Alaska-Tieren. Pssst! Nicht weitersagen! Made in China...
 
Von Seward aus starten Bootstouren zu den Fjorden und Gletschern. Auf den Booten, welche wir sehen, sind viele zahlkräftige Touristen zu sehen.

Am nächsten Morgen ist das Wetter düster und wolkig. Die imposanten Berge sind nicht zu sehen.
 
Wir haben schon länger die Fähre von Whittier nach Valdez reserviert. Weil wir schneller als geplant unterwegs sind und die Wetterprognose für den Tag mit der Fähre schlecht ist, wollen wir die Fähre umbuchen. Am Telefon wird uns gesagt, wir sollen direkt im Hafen nachfragen. Also fahren wir nach Whittier.
 
Unterwegs stoppen wir bei Moose Pass. Hier ist etwas versteckt und unscheinbar ein Viewpoint, wo man Lachse beobachten kann. Auf der Hinfahrt hatten wir das gar nicht bemerkt.

Ein kurzer Trail führt durch den Wald zu einem Bach. Dort sehen wir auch Lachse, aber nicht viele. Die sind an einer Hand abzuzählen.
 
Wie so oft kreuzt auch hier eine Gruppe von geschwätzigen Asiaten auf...

Heute müssen wir wieder ein Stück auf der viel befahrenen Strasse in Richtung Anchorage fahren. Es ist zum Glück nur ein kurzes Stück und die Nerven werden nicht überbelastet.
 
Bei den Williwaw Ponds ist wieder ein Lachs-Viewpoint. Von der Plattform beim eigentlichen Viewpoint ist aber kein einziger Lachs zu sehen.

Wir gehen weiter auf dem Weg und fragen ein paar entgegen kommende Leute, ob sie Lachse gesehen haben. Ja, das haben sie. Wir sollen den Weg weiter entlang gehen.

Und es lohnt sich! Im Bach schwimmen unzählige Lachse. Sie bewegen sich kaum, stehen bzw. schwimmen am Ort. Sina erkennt sonst Fische im Wasser nicht, aber hier beobachtet sie die Lachse ganz aufmerksam. Da sie keine Wasserratte ist, müssen die Fische keine Angst vor ihr haben...
 
Wir haben die Fähre von Whittier nach Valdez reserviert. Da wir früher als erwartet schon bei Whittier sind, wollen wir die Fähre umbuchen. Zudem soll das Wetter am gebuchten Tag schlecht sein. Am Telefon sagt man uns, wir sollen direkt im Hafenbüro nachfragen.

Wir müssen durch den Anton Anderson Memorial Tunnel fahren. Im Tunnel ist Einbahnverkehr. Zudem fährt auch noch der Zug durch den Tunnel. Jemand hatte die gute Idee, dass sich Autos und Zug den Tunnel teilen können.

Somit konnte auf den Bau eines zweiten Tunnels verzichtet werden und viele Steuergelder gespart werden.
 
Wir müssen durch den Anton Anderson Memorial Tunnel fahren. Im Tunnel ist Einbahnverkehr. Zudem fährt auch noch der Zug durch den Tunnel. Jemand hatte die gute Idee, dass sich Autos und Zug den Tunnel teilen können.

In Whittier am Hafen ist Umbuchen nicht möglich. Wir kommen nicht mal auf die Warteliste, da diese auch schon übervoll ist.
 
In Whittier legen auch grosse Kreuzfahrtschiffe an. Die Passagiere werden in Bussen weiter gefahren. Auch eine Zugverbindung direkt zum Denali Nationalpark gibt es.

Wenn so ein Schiff anlegt, bricht das sonst schon schwache Mobilfunknetz total zusammen.
 
Wir bleiben eine Nacht bei Whittier auf dem Parkplatz des Portage Pass Trails. Tobias und Sina gehen am späten Nachmittag schnell hoch zum Pass.

Wobei das doch nicht so "schnell" geht. Der Weg ist steil und sehr steinig und es sind über 200 Meter Höhendifferenz. Es ist ein warmer sonniger Tag und die zwei kommen richtig ins Schwitzen. Auch Sina muss immer wieder Pausen machen...
 
Aber es hat sich gelohnt. Von oben ist der grosse Portage Glacier zu sehen. Wobei das eigentlich nur die Gletscher-Zunge ist, denn oben auf den Bergen ist ein grosses Eisfeld.

Leider haben Tobias und Sina für den vermeintlich kurzen Ausflug kein Wasser mitgenommen. Der See oben am Pass ist eine trübe Brühe. Sina kann aus einer winzigen Quelle doch noch ein paar Tropfen trinken...
 
Da wir nicht drei weitere Nächte auf dem Parkplatz bleiben wollen, fahren wir durch den Tunnel ein paar Kilometer zurück zu den Williwaw Ponds, wo wir einen schönen Platz auf dem Campground finden.

 
Vom Platz aus hat es diverse Trails durch den Wald und zu den Ponds für schöne Gassirunden.
 
Der Wald sieht märchenhaft aus. Es ist wohl oft feucht und so können sich Pflanzen, Moos und Flechten ausbreiten.
 
 
Und immer wieder zieht es uns zum Bach, wo die Lachse zu sehen sind.
 
Wir fahren wieder nach Whittier, da wir morgen auf die Fähre müssen. s Der Ort liegt sehr schön am Wasser und den umliegenden Bergen. Hingegen ist der Ort selbst ausser dem Hafenviertel eigentlich nichts Schönes.

Zwei ehemalige Kasernen aus der Zeit des Kalten Krieges beherrschen das Ortsbild.
 
Eine Kaserne, das Bruckner Building, ist eine Asbest-Ruine, die nur von Aussen bewundert werden darf.

Die zweite Kaserne, das Hodge Building, wurde renoviert und zu einem Wohnblock umgebaut. In diesem Haus sollen 80 % der Einwohner des Ortes leben.
 
Bei dem schönen klaren Wetter sind die blauen Gletscher gut sichtbar.

Grün bewachsen und im Sonnenlicht haben sogar alte Eisenbahngeleise ihren Charme.
 
Typisch für Alaska sind die halb verrosteten Hydranten. Ob die noch funktionieren? Sind die im Winter zugefroren?

Da es so viele Bäche und Flüsse gibt, mussten die Namen mit viel Fantasie vergeben werden. Hier z.B. der Shakespeare Creek.
 
Dann ist es so weit. Wir können einchecken für die Fähre von Whittier nach Valdez. Neben ein paar weiteren Wohnmobilen wollen auch ein paar PWs auf die Fähre.
 
Die Wartezeit verbringen wir mit einem Rundgang durch das interessante Hafengebiet. Es hat ein paar Souvenirshops und Restaurants.
 
 
Dann kommt das Schiff, die 49 Jahre alte Aurora. Und schon bald geht es los.

Wir sind die ganze Zeit bei schönstem wolkenlosen Wetter hinten auf dem Deck.
 
Die langfristige Wetterprognose hat zu unserem Glück wie so häufig wieder mal nicht gestimmt. Gemäss Voraussage sollte heute eigentlich ein trüber Regentag sein.
 
Wir geniessen die Fahrt vorbei an Bergen und Gletschern.
 
Sina muss während der ganzen Fahrt unten im Auto bleiben. Sie ist hinten in der Wohnkabine und findet hoffentlich etwas Ruhe und Schlaf.
 
Plötzlich sind kleine Eisberge im Meer zu sehen. Die sind von einem Gletscher abgebrochen und treiben nun im Meer.
 
Kurz vor Valdez ist am Berghang das Ende der Trans-Alaska-Pipeline zu sehen. Das 1287 Kilometer lange Rohr transportiert das Rohöl von der Nordküste bis hier zum eisfreien Hafen von Valdez.
 
 
In Valdez bleiben wir nicht. Es sieht nicht sehr gemütlich aus hier. Wir kommen an ein paar überfüllten und Parkplatz-ähnlichen RV-Parks vorbei. Keine Ahnung, was die hier alle machen...

Etwa 50 km weiter hinter dem Thompson Pass finden wir einen Platz auf einer riesengrossen Kiesfläche umringt von hohen Bergen. Nur zwei weitere Camper sind hier in grosser Entfernung zu sehen.
 
Auf der mit 371 km längsten Etappe dieser Reise fahren wir weiter nach Tok.

Keine wirkliche Ahnung, wieso wir heute so weit gefahren sind. Genug Wald und Berge gesehen? Ausser Ausstellplätze direkt an der Strasse keine Übernachtungsmöglichkeiten?

Nach Tok bleiben wir an einem Viewpoint am Tanana River. Es ist ein Stück alter Highway bei einer nicht mehr existierenden Brücke. Diese muss wegen Erdbeben-Schäden abgerissen werden.
 
Nach der langen Fahrt geniessen wir den Sonnenuntergang und die Abendstimmung am Fluss.
 
Die Strasse zur Grenze, immerhin der Alaska-Highway, ist nicht in guten Zustand. Es hat immer wieder unangenehme Bodenwellen. Erstaunlich ist für uns, dass es kaum Verkehr hat auf dieser Hauptverbindungsstrasse.

Nach 41 interessanten Tagen in Alaska fahren wir über die Grenze nach Kanada. Das geht sehr schnell und unkompliziert. Der junge Grenzbeamte kann ein paar Brocken deutsch, denn er hat eine Zeit in Basel gelebt. Wieder mal wird unser Onkel Benz bewundert.

Und schon geht unsere Reise weiter in Kanada.