Kanada - Ontario
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Heute kommen wir in die Provinz Ontario, mit über 1 Mio km2 die zweitgrösste Kanadas.
Im Guindon Park bei Cornwall finden wir einen schönen Platz am St. Lorenz Strom, der hier aufgestaut ist und somit noch breiter ist als sonst schon. Zur Grenze Kanada-USA in der Flussmitte sind es nur 1.7 km. | |||||||||||||||||||||||
Einen ersten Spaziergang machen wir im Wald, was aber keine gute Wahl ist.
An vielen Stellen ist der Pfad überschwemmt und falls nicht, ist er matschig.
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Und als Zugabe finden wir nach der Wanderung die ersten Zecken.
Sina hat zwar eine Spritze bekommen mit Zeckenmittel, aber damit das wirkt,
müssen die Zecken anbeissen und das Gift einsaugen.
Danach fallen sie ab.
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Die weiteren Spaziergänge machen wir entlang der kaum befahrenen Fahrstrasse im Park.
Dort hat es Rastplätze mit Wiesen, Sina herumrennen und spielen kann,
ohne dass die vielen Kanada-Gänse verjagt werden.
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In Kingston bleiben wir auf dem Parkplatz beim Fort Henry.
Das Fort selbst ist nichts Spezielles, es ist eigentlich nur ein unscheinbares Mauerwerk.
In der Umgebung hat es viele Grünflächen, auf welchen man wunderbar spazieren kann.
Gleich daneben ist Militär stationiert. Die Soldatinnen und Soldaten treiben Sport auf den Wiesen. Eine Gruppe kommt bei uns vorbei und bewundert unser Fahrzeug. Sofort erkennen sie genau, dass wir aus Switzerland kommen. Sehr oft wird ja das weisse Schweizerkreuz mit dem Roten Kreuz verwechselt. | |||||||||||||||||||||||
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Am Abend erscheinen viele Autos, welche alle mit Sicht auf den Sonnenuntergang parken.
Das erleben wir nicht da ersten Mal, die Kanadier*innen scheinen das zu lieben.
Sie bleiben in der Regel im Auto sitzen und essen Fastfood.
Oft wird die Sicht auf den Sonnenuntergang jedoch durch einen vor der Windschutzscheibe hochgeklappten Pizza-Karton versperrt.
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In Quinte West parken wir beim Centennial Park am Ontariosee.
Der Ontariosee ist der kleinste der grossen Seen, aber immerhin halb Mal so gross wie die Schweiz.
Eine Kanada-Fahne im Park muss für die neue wärmere Saison noch ersetzt werden... | |||||||||||||||||||||||
Für die Spaziergänge im Park müssen wir uns warm anziehen.
Lange Unterhosen sind immer noch angesagt bei der Kälte und dem heftigen Wind.
Gleich um die Ecke hat es eine Laundry. Ein Waschtag ist wieder mal angesagt. | |||||||||||||||||||||||
Entlang den Strassen hat es immer wieder Warnhinweise wegen Elchen, aber wir haben bisher noch keinen gesichtet.
Auf dem Weg nach Toronto begegnen wir auf einer Raststätte dem ersten Elch.
Wir nähern uns der Grossstadt Toronto. Der sonst sehr entspannte Verkehr wird immer hektischer. Aber wir finden unseren ausgesuchten Platz im Zentrum. | |||||||||||||||||||||||
Es ist ein zentral gelegener Parkplatz mitten in Downtown.
Zur Hafenpromenade ist es nicht weit und ein Park ist auch gegenüber.
Zum CN Tower sind es ein paar Minuten zu Fuss.
Sogar durchs Dachfenster ist zu sehen, dass wir in einer Stadt sind... | |||||||||||||||||||||||
Erstaunt sind wir, dass der Flixbus aus hier unterwegs ist.
Zu Fuss erkunden wir die Umgebung und bewundern die vielen Hochhäuser. | |||||||||||||||||||||||
Monika hat den Wellington Market entdeckt.
Das ist ein riesiger Food-Court, der auch von Hunden besucht werden darf.
Es hat fast nur asiatische Restaurants. Wir finden aber eines, wo es Fish and Chips gibt und auch das kanadische Nationalgericht, die Poutine. Tobias bekommt Fish and Chips, knuspriger Fisch mit lätschigen Chips. Kann man aber essen. Monika bekommt eine Poutine. Das sind lätschige Pommes in Bratensosse mit geschmolzenem Käse. Müssen wir zum objektiven Vergleich vielleicht woanders nochmals probieren... | |||||||||||||||||||||||
Am nächsten Tag besuchen wir die Viertel Kensington Market und China Town.
Mit dem Tram fahren wir dort hin.
Das Ticket für uns können wir kaufen, Hunde fahren gratis.
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Kensington Market sieht eher wie eine Kleinstadt aus.
In einem mexikanischen Restaurant (draussen bei dem schönen warmen Wetter) essen wir touristisch etwas überteuert.
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China Town hat uns nicht so überzeugt.
Alles sieht zwar etwas chinesisch aus, aber es hat eigentlich nur Restaurants und Gesundheits-Behandlungen wie Akupunktur.
Erstaunlich ist auch, dass viele Lokale geschlossen sind und zur Vermietung ausgeschrieben sind. | |||||||||||||||||||||||
Städtisch-romantisch sind die Abend-Gassirunden entlang der Hafenpromenade
mit Sicht auf die bunt beleuchteten Wolkenkratzer.
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Weiter geht es nach Niagara Falls.
Entlang einer Promenade können wir die Wasserfälle bewundern. Da noch nicht Hauptsaison ist, sind relativ wenig Besucher unterwegs. | |||||||||||||||||||||||
Die Wasserfälle sind zwar sehr imposant, aber mit den Iguazu-Wasserfällen können sie für uns nicht mithalten.
Erfahrungsgemäss ist aber jeder Wasserfall beschrieben als "the most..." | |||||||||||||||||||||||
Unser Schlafplatz ist beim Skylon Tower.
Der riesen Parkplatz ist kaum belegt und in der Nacht sind wir alleine auf dem Platz.
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Auf einer Abend-Gassirunde sehen wir die Wasserfälle nochmals, jetzt etwas kitschig beleuchtet.
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Auf der Weiterfahrt machen wir einen Stopp beim Bass Pro Outdoor Shop.
Wir wollen nochmals versuchen, ein Bärenspray zu kaufen,
nachdem wir in einer anderen Filiale keinen bekamen, weil wir mit unseren Ausweisen unsere Wohnadresse nicht bestätigen konnten.
Der freundliche Mitarbeiter der Jagd- und Schiessabteilung empfiehlt uns, anstatt ein Bärenspray ein lautes Horn zu kaufen. Das gibt es in der Abteilung für Boote. Die Handhabung eines Bärensprays ist wohl nicht ganz so einfach. Windrichtung nicht beachtet, Spray geht in die eigenen Augen. Der Moment der Aufregung, mit Hündin Sina dabei. Sina zerrt, will evtl. fliehen oder bellt den Bären an. Und dann noch den Kuschel-Teddybär zielgerichtet mit Spray treffen? Theoretisch sicher machbar, aber in der Praxis??? | |||||||||||||||||||||||
Bei Mulmur in einer ländlichen Gegend finden wir den Parkplatz beim Bruce Trail.
Der Bruce Trail ist ein grosses Netz an Trails und ist insgesamt 1300 km lang.
Das Wetter ist recht gut und wir laufen mit der Zeit alle lokalen Trails ab. Der Pfad hier ist an einem Escarpment (Steilhang, Schichtstufe) und es hat tiefe Felsspalten auch im Wald. Sina rennt wieder mal den Tierchen nach und muss deshalb an die Leine, damit sie nicht noch irgendwo abstürzt. | |||||||||||||||||||||||
Bei den relativ warmen Temperaturen erscheinen die ersten Blümchen
und einige Sträucher haben zarte Knospen.
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In Greater Sudbury stehen wir auf dem Parkplatz des Bell Park am Ufer des Ramsey Lake.
Im Park ist es noch relativ ruhig.
Saison-bedingt sind die Beaches am See noch leer und die Hunde dürfen noch an den Strand.
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Einen kleinen Planetenweg gibt es hier.
Die Infotafeln sind wie immer in Englisch und Französisch.
Hier steht als erste Sprache noch eine Sprache der First Nations, der Ureinwohner Kanadas.
Der lange Name des Saturn hat man schon wieder vergessen, wenn man ihn zu Ende gelesen hat.
Im Park hat es unzählige Eichhörnchen, kleine graue und grössere dunkelbraune. Sina ist ausser Rand und Band und klettert sogar die Bäume hoch. Die Hundeleine wird stark strapaziert, genauso wie die Arme und Schultern von Tobias. | |||||||||||||||||||||||
In Sault Ste Marie machen wir einen reinen Übernachtungsstopp.
Der Walmart Parkplatz ist nicht sehr einladend und es hat sogar Parkverbotstafeln.
Wir fahren zu einem Dog Park.
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Der ist verschissen, obwohl es Doggy Bags und Abfallkübel hat und grösstenteils sumpfig.
Das ist bisher der schlimmste Hundepark, dem wir begegnet sind.
Aber für eine Nacht auf dem Parkplatz reicht es.
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Im Örtchen Wawa fahren wir wieder zu einem Truck Repair.
Wir waren schon mal in einer anderen Werkstatt, aber die hätten einen Termin erst in zwei Tagen gehabt.
Am Verteilergetriebe hat es einen Ölverlust. Das Öl ist herumgespritzt. Jetzt ist es nicht mehr so schlimm, weil schon viel Öl verloren ist?? | |||||||||||||||||||||||
In der Werkstatt werden wir sofort bedient.
Der Mechaniker wundert sich über das riesengrosse Verteilergetriebe
und meint, dass dieses zu einem Panzer passen würde.
Er sieht schnell, dass er den benötigten Dichtring nicht hat.
Als Notlösung besorgt ein anderer Mechaniker im Ort ein Additiv, welches auch Dicht-Eigenschaften hat. Im Ort wollen wir bei einem Parkplatz am Wasserfall übernachten, aber die Strasse ist noch abgesperrt und hoch mit Schnee bedeckt. Also weiter suchen... In dieser Gegend ist es schwer, geeignete Übernachtungsplätze nicht direkt an der Strasse zu finden. Es hat fast immer Wald und kaum Wege die von der Strasse wegführen. Und wenn, dann liegt dort Schnee oder tiefer Matsch oder sie sind zu schmal. | |||||||||||||||||||||||
Wir werden fündig und parken in einer Waldlichtung etwas abseits vom Trans-Canada Highway.
Da wir zum ersten Mal so in der Wildniss sind, kontrollieren wir die Umgebung, ob da plötzlich ein Elch oder Bär erscheint. Aber ausser ein paar Wasservögeln auf dem noch teilweise zugefrorenen See ist kein Wesen zu sehen. | |||||||||||||||||||||||
Weiter geht es 230 km durch gebirgige Waldlandschaft mit vielen kleinen Seen nach Terrace Bay.
Auf dem Parkplatz beim Aquasabon Wasserfall bleiben wir.
Der Wasserfall hat viel braunes Wasser.
Später erfahren wir, dass oberhalb ein Staubecken ist, wo jetzt viel Wasser abgelassen wird.
Tobias wandert mit Sina runter zum Ufer des Lake Superior (Oberer See). Der See ist flächenmässig der grösste Süsswassersee der Welt. Er ist zweimal so gross wie die Schweiz. | |||||||||||||||||||||||
Am Anfang und Ende des Wanderweges hat es ein Gestell mit Wanderstöcken zur freien Benutzung.
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Der Trail zu Seeufer geht durch einen Wald mit interessanten Pflanzen und Bäumen.
Und fast am Seeufer geht es über eine Brücke über den Wasserfall.
Auch Sina, die sonst Probleme mit Brücken hat, schafft hier die Überquerung locker.
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Thunder Bay ist unser nächstes Ziel.
Wir bleiben zwei Nächte auf dem Parkplatz des Boulevard Lake Park.
Es hat viele Wege um den See herum. Auch viele Einheimische kommen hierher mit ihren Hunden. |
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Erstaunlich sind die grossen Schiffe, welche auf dem Lake Superior unterwegs sind.
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Im Park hat es einen tollen Spielplatz.
Hunde sind erlaubt, oder mindestens nicht verboten.
Es hat viele Spielgeräte, die auch für Sina interessant sind.
Iglus unter denen man bzw. Hund durchkriechen kann, ein Karussell bzw. Zentrifuge und vieles mehr.
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Das Wetter spielt mit und wir geniessen die zwei Tage an diesem Ort.
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Bei Ignace spielt das Wetter nicht so richtig mit.
Wieder auf einem Parkplatz bei einem kurzen Trail stehen wir.
Der Trail im Wald ist recht interessant, viele bemooste Bäume, aber sonst ist hier nicht viel los.
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Das nächste Ziel ist Kenora.
Auf einem grossen Parkplatz bei einem Sportzentrum mit Schwimmbad stehen wir praktisch alleine.
Der Ort ist recht interessant. Als Fussgänger hat man allerdings gegenüber den Autofahrern nichts verloren. |
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Wir gehen zur Downtown. Momentan in der Vorsaison eher Down als Town.
Im Ort sind viele Obdachlose unterwegs. Es scheint so, als ob das Menschen der First Nation, also der Ureinwohner Kanadas sind. Passenderweise sind die Parkbänke auch so konstruiert, dass man darauf nicht schlafen kann. |
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Im ganzen Ort und auch auf "unserem Parkplatz" sind Weisswedelhirsche unterwegs. Die haben sich an Mensch und Hund angepasst und sind sehr selbstbewusst unterwegs. |
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Schon etwas länger tropft beim Parken etwas Kühlwasser vom Automatik-Getriebe herunter.
Tobias kriecht vorsichtig unter das Fahrzeug um die Ursache zu finden,
doch irgendwo schleift sein Hemd an einem öligen Teil vorbei.
Naja mit Handwaschpaste kann man das wieder sauber machen.
Die Ursache für den Verlust sind die Schlauchanschlüsse vom Eingang und Ausgang vom Getriebe. Nachdem die Schlauchbriden fester angezogen sind, tropft kein Kühlwasser mehr heraus. Hört sich einfach an, hat aber mit beschränkter Sicht unter dem Fahrzeug doch etwas Einsatz und Durchhaltevermögen gekostet. Jetzt muss nur noch der Ölverlust am Verteilergetriebe abgedichtet werden. Aber da sind wir mit der Mercedes-Werkstatt in der Schweiz und in Calgary in Kontakt. Kleines Problem ist, dass es in Kanada keine Mercedes Lastwagen gibt... Weiter geht es durch die Provinzen Manitoba und Saskatchewan. | |